Ich bin stolz zu berichten, dass ich seit nunmehr einem Jahr ein Haus mein eigen nenne und auch darin wohne. Der Weg dorthin war nicht leicht und auch die Entscheidung darüber, wie alles aussehen soll, wo und wie ich Energie sparen kann, wo und mit welcher Förderung Geld; welche Genehmigungen ich wofür brauche, was ich beim Grundbuchamt tun muss, wie lange wohl die endgültige Baugenehmigung braucht und viele Überlegungen mehr haben mir die Vorfreude manchmal schon verhagelt. Aber es ist alles gut geworden und so möchte ich nun von meinen Erfahrungen, meinen Vorstellungen und von der Architektur im Allgemeinen berichten.
Um herauszufinden, in welche Richtung es gehen soll, habe ich nämlich viele moderne aber auch alte Gebäude betrachtet. Ich habe wirklich viel angesehen: Musterhäuser neben der Autobahn, Wohnungsangebote in Chemnitz und Umgebung, umgebaute Leuchttürme und Bahnwärterhäuschen, Lofts, Souterrain-Wohnungen, Doppelhaushälften und Penthäuser. Immer wichtig dabei war mir der Klang. Das mag seltsam erscheinen, aber ich finde, es ist von großer Bedeutung, wie ein Raum klingt. Und das nicht nur, wenn man darin Musizieren oder Reden halten will. Ein Raum kann den Klang dämpfen, Verstärken, zum Hallen bringen oder ihn blechern wirken lassen. Den angenehmen Ton zu treffen ermöglicht nur ein perfektes Zusammenspiel aus Architektur und Inneneinrichtung.
Glasbauten der Großstädte haben mich dabei ebenso fasziniert, wie naturnahe Holzhäuser in moderner Optik. Ich bin quer durch die Republik gereist, auf der Suche nach Inspiration und habe dabei interessante Wege gefunden auch die Tradition in die Moderne mit einfließen zu lassen. Holz ist sicher ein sehr traditioneller Baustoff, gleichzeitig aber auch hochaktuell und modern. Mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ist nachhaltiges Bauen in einem Maße möglich, wie mit kaum einem anderen Baumaterial. Durch das Mischen mit Stahl und Betonelementen, fügt es sich jedoch nahtlos in ein modernes Wohnambiente ein.
Das tut auch die Innenausstattung. Neben wassersparenden Armaturen und einer energieeffizienten Heizanlage sorgen der richtige Fensterbehang und andere, leichte Vorhangstoffe für das richtige Klima, den richtigen Klang und die richtige Optik im Haus. Da ich ein Freund von offenen Räumen bin, verwende ich im gesamten Erdgeschoss nur Scheibegardinen als variable Raumteiler. Die Fenster werden mit Plissees, deren Geradlinigkeit perfekt in den Raum passt, gedämmt, verschönert und vor Licht geschützt.
Jetzt habe ich ja schon einiges verraten. Im Blog möchte ich vor allem von meinen Erlebnissen beim Hausbau und auf Entdeckungsreisen, der Architektur, die ich bewundert habe und bewundern werde, dem Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne und dem Klang, der Musik berichten.
Es grüßt
Chris Zepke